Quer durch Europa – Baskischer Käsekuchen mit Zwetschkenröster

Neulich wollte ich mir belegte glutenfreie Brote kaufen, aber dank Corona verkauft mein Lieblingsbäcker keine belegten mehr. Da es mein verspätetes Frühstück werden sollte, wich ich eben auf ein Stück Kuchen aus: Baskischen Käsekuchen. Bei Marc hatte ich neulich schon davon gelesen. Und mir war das Wasser im Munde zusammengelaufen. Also warum nicht auch mal Kuchen frühstücken? Dekadent geht die Welt zugrunde.

Schon der erste Bissen war ein Gedicht. So cremig! Zwar backe ich meinen Käsekuchen auch immer ohne Boden (und Mehl), aber eine Frischkäse-Sahne-Mischung macht es dann doch noch einmal deutlich weicher als Topfen. Trotz allem eine echte Milchproduktebombe – und damit ein Problem für mich…

Also kam mir der Gedanke, ich backe mir meinen eigenen milchfreien Käsekuchen. Als Grundrezept hab ich Marcs Version, die ich oben schon verlinkt hatte, benutzt. Im Gespräch mit meiner Kollegin und da ich eh gerade Zwetschken aus dem Garten meiner Oma da hatte, entschied ich mich allerdings für eine Überraschung: Eine Zwetschkenröster-Fülle.

Ich muss euch gestehen, ich habe bisher noch nie Zwetschkenröster gekocht! Dieses Rezept mit Karamell von Frau Zii hat mich sehr angesprochen. Also versuchte ich mich an meiner Variante. Mit Salzkaramell, aber ohne Alkohol. Übrigens kann ich mich auch an mein letztes Karamell nicht mehr erinnern. Nur daran, dass es viel zu verbrannt roch und schmeckte. Beste Voraussetzungen… Das Rezept dazu könnt ihr hier finden.

Spoiler vorweg: Mir ist alles gelungen und das, obwohl ich beim Karamell zu früh gerührt habe und die falsche Pfanne benutzt habe. Frau Zii empfiehlt bloß keine Pfanne mit dunklem Boden zu nehmen – meine war schwarz. Außerdem war meine Zuckerschicht zu dick, weshalb ich dann doch gerührt habe, um den Zucker ein bisschen zu verteilen. Erst auseinander und dann die Zuckerkristalle nach und nach in die heiße Karamellmasse. Ihr könnt aber natürlich auch gekauftes Zwetschkenröster nehmen oder es ganz weg lassen.

Zutaten

450 g veganen Frischkäse (ich habe den von SimplyV genommen)
150 ml Creme Vega
100 ml (Hafer-)Sahne
100 g Zucker
3 Eier
30 g glutenfreie Speisestärke
1 TL Vanilleextrakt
1 Prise Salz
1/2 Glas Zwetschkenröster

Zubereitung

  1. Den Frischkäse und den Zucker in eine Schüssel geben und mit einem Handmixer verrühren.
  2. Die Eier einzeln unterrühren. Dann Creme Vega, Sahne, Vanilleextrakt und Salz hinzugeben und zu einer glatten Masse verteilen. Die Speisestärke hinzufügen und kurz unterrühren.
  3. Eine Springform mit zwei Lagen Backpapier auslegen (Der Kuchen ist sehr feucht, sonst könnte das Papier durchweichen). Etwa 2/3 des Teiges in die Form geben. Mit einem Teelöffel Zwetschkenröster in Flecken auf dem Teig verteilen. Den übrigen Teig auf die Flecken geben und ggf. mit einem Löffel verteilen, sodass das Zwetschkenröster nicht mehr sichtbar ist.
  4. Den Kuchen in den Ofen geben und bei 200°C für etwa 60 min auf mittlerer Schiene backen lassen. Der Kuchen darf oben drauf etwas braun werden (bräuner als meiner). Der Kuchen sollte im Inneren noch wackeln, wenn ihr ihn aus dem Ofen nehmt.
  5. Für 2-3 h in der Form abkühlen lassen, dann den Kuchen mit Backpapier auf ein Kuchengitter oder Brett geben und vollständig abkühlen lassen. Den fertig ausgekühlten Kuchen mit einem Messer vorsichtig vom Backpapier lösen und schmecken lassen!
Kategorie Allgemein, Backen, Kuchen, Nachspeise
Autor

Melanie bloggt bereits seit 2010 auf verschiedenen Blogs. Sie ist das Herz hinter der Küche mit Herz, wo sie ihre glutenfreien Köstlichkeiten vorstellt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.